ASFINAG: Forschungsprojekt DOMINO verknüpft Mobilitätsangebote intelligent miteinander

Lisa-Marie Stauffer/ März 15, 2021

OTS, 11. März 2021, 10:18

DOMINO als Drehscheibe für die Entwicklung intelligenter Mobilitätssysteme -drei Pilotregionen erproben neue Angebote

Wien (OTS) – Attraktive, neue Mobilitätskonzepte sind für die Erschließung sowie Anbindung sämtlicher Regionen Österreichs an den öffentlichen Verkehr erfolgsentscheidend. Das Forschungsprojekt DOMINO soll unterschiedlichste Mobilitätsangebote intelligent miteinander verknüpfen und nahtlose Tür-zu-Tür-Mobilität fördern. Insgesamt 15 führende Unternehmen aus den Bereichen Mobilität, Forschung und Technologie arbeiten gemeinsam unter der Federführung der ASFINAG an dem Ziel, das österreichische Verkehrssystem einfacher nutzbar und attraktiver zu gestalten. Für das Konsortium ist dabei wichtig, die Verbindungen und die Konnektivität verschiedener Verkehrsträger zu untersuchen, um Kundinnen und Kunden in Zukunft ein umfassendes und insbesondere nachhaltiges Mobilitätsangebot zu bieten. Konkret werden die neuen Mobilitätskonzepte dafür in drei Pilotregionen getestet. 

Die ASFINAG gehört zu den wichtigsten Mobilitätsanbietern im Land und übernimmt den Lead bei diesem Projekt. „Wir tragen als Mobilitätspartner die große Verantwortung, Qualität und Nachhaltigkeit der Mobilität von morgen sicherzustellen. DOMINO ist ein Baustein dazu, um Verkehrsangebote smart zu kombinieren, um Individualverkehr und Öffentlichen Verkehr miteinander zu verbinden. Dabei stellen wir uns der Herausforderung, weiterhin hohe Qualität bei Services und Infrastruktur mit nachhaltigen Transportsystemen und Verkehrsangeboten zu verbinden. Für die Mobilität der Zukunft vernetzen wir uns bereits heute mit anderen Verkehrsträgern, um Kundinnen und Kunden die optimale Mobilitätsumgebung zu bieten“, erklärt ASFINAG-Vorstand Josef Fiala. 

Gesellschaft und Mobilität im Wandel

Der Mobilitätsbedarf von Mensch und Wirtschaft und damit das tägliche Verkehrsaufkommen nehmen deutlich zu. Einher geht die wachsende Vielfalt an Mobilitätsformen und -angeboten, die vorwiegend von individuellen Bedürfnissen bestimmt werden. Um das Verkehrssystem für die künftigen Anforderungen fit zu machen, ist ein Umdenken im Mobilitätsverhalten, aber auch neue Ansätze bei Infrastrukturanbietern notwendig. Die Mobilität der Zukunft wird eine smarte, intelligente und vor allem nachhaltige sein: Mitfahrbörsen, Umstiegspunkte von Individual-Verkehrsmitteln auf öffentlichen Verkehr bis hin zur Vernetzung unterschiedlichster Verkehrsmittel mittels smarter Technologien und Services. 

DOMINO ist Drehscheibe für intermodale Mobilitätsservices 

Das Projekt DOMINO soll hier Wegbereiter von intermodalen und integrativen Mobilitätslösungen sein, um insbesondere die gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. DOMINO bringt im Projektzeitraum von drei Jahren die erforderlichen Partner – Mobilitätsanbieter und Infrastrukturunternehmen, aber auch Universitäten, FHs und Forschungsinstitutionen – zusammen, um gemeinsam an smarten, zukunftsfähigen Mobilitätslösungen zu arbeiten. Diese Bündelung von Know-how wird es ermöglichen, die vorhandenen Mobilitätsformen zum Nutzen der Umwelt so zu kombinieren, ohne die Mobilität von Menschen und Gütern im Einzelnen einzuschränken. Die Herausforderung im Projekt wird es nun sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Nutzbarkeit des Verkehrssystems in Summe verbessern.

Drei Pilotregionen sollen Erfahrungen liefern

In einem ersten Projektschritt werden die Themenbereiche wissenschaftlich aufgearbeitet, NutzerInnenbefragungen durchgeführt und verkehrspolitische Rahmenbedingungen beleuchtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erarbeitung von Empfehlungen für Schnittstellen zwischen Anbietern und integrativen Plattformen, wie zum Beispiel Apps, über die Tickets gekauft und Routen ermittelt werden können. Damit soll die Anbindung neuer Mobilitätsservices vereinfacht und für Nutzerinnen und Nutzer schneller zugänglich gemacht werden. Im Anschluss werden die Erkenntnisse bundesweit in drei Pilotregionen getestet.

In der Pilotregion Niederösterreich, in Wiener Neustadt sowie Korneuburg liegt der Fokus auf der Etablierung einer „Ride-Sharing Plattform“ (Mitfahrbörse) sowie der Schaffung einer damit verbundenen Mobilitätsgarantie. In Oberösterreich wird wiederum eine Laborumgebung für ein integriertes Mobilitätsangebot geschaffen, um unter der Nutzung von Mitfahrbörsen im Großraum Linz die Verkehrsangebote für Pendlerinnen und Pendler zu optimieren. 

In der Pilotregion Salzburg wird ein verkehrsträgerübergreifendes Verkehrsmanagement zwischen Individualverkehr und öffentlichem Verkehr getestet: Über das Navigationssystem oder eine Handy-App bekommen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer abgestimmte Routen vorgeschlagen, die die aktuelle Verkehrssituation berücksichtigen und bei Bedarf auch verschiedene Angebote und Verkehrsmittel kombinieren. So können, beispielsweise im Fall einer Verkehrsstörung, alternative Möglichkeiten ans Ziel zu kommen aufgezeigt werden.

Über DOMINO

DOMINO steht für “Drehscheibe für intermodale Mobilitätsservices und -technologien” und ist eines der Leitprojekte des FTI-Programms „Mobilität der Zukunft“. Im Rahmen dieses Programms wird DOMINO durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gefördert bzw. finanziert und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt. 

Die Umsetzung von DOMINO erfolgt in einem breit aufgestellten ExpertInnen-Konsortium, das vielfältiges fachliches Know-how kombiniert und damit unterschiedliche Blickwinkel ermöglicht. Die Konsortialführung obliegt der ASFINAG, der Sektor des Öffentlichen Verkehrs wird durch die ÖBB, Wiener Linien sowie den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und die ARGE ÖVV (ein Zusammenschluss aller österreichischen Verkehrsverbünde) repräsentiert. Wissenschaftliches Know-how wird durch Salzburg Research, AIT Austrian Institute of Technology sowie FH Oberösterreich eingebracht. HERRY Consult und Quintessenz bringen mit ihren Analysen und fachlichen Expertisen als Beratungsunternehmen eine gesamtheitliche Sicht auf den Mobilitätssektor ein. Der ÖAMTC, der größte heimische Mobilitätsclub, der sich laufend mit Fragen künftiger Mobilitätslösungen beschäftigt, ist ebenfalls Projektpartner. iMobility GmbH, Upstream Mobility, Fluidtime sowie AlphaHapp (operativ vertreten durch ummadum) betreiben Mobilitätslösungen und sind für die Umsetzung neuer Technologien zuständig. Das Projekt wurde 2019 gestartet und wird bis Anfang 2023 umgesetzt.

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