„1-2-3-Ticket“: Ostregion für gleichzeitigen Start aller Varianten

Lisa-Marie Stauffer/ Juli 19, 2021

Der für das österreichweite „1-2-3-Ticket“ für den öffentlichen Verkehr noch ausstehende Verkehrsverbund Ostregion (VOR), für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland zuständig, hat sich für seinen Bereich für eine gleichzeitige Einführung der Regionalvarianten mit dem Österreich-Ticket ausgesprochen.

Hier habe man 60 Prozent des öffentlichen Verkehrs. Zudem sollten Niederösterreich und das Burgenland als eine Region gelten, forderte der VOR.

VOR-Geschäftsführerin Karin Zipperer argumentierte heute im Ö1-Mittagsjournal, dass „die Menschen vor allem das Einser, das Regionalticket, wollen“. Sie begründete das mit der Nachfrage von Berufspendlern, die entweder das Einser- oder das Zweierticket wünschten.

Forderung: Burgenland und Niederösterreich als eine Region

Der burgenländische Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) äußerte zudem gegenüber Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) den Wunsch, Niederösterreich und das Burgenland zu einer Region zusammenzufassen, damit die vom Burgenland zum Arbeitsplatz nach Wien pendelnden Menschen nicht benachteiligt würden, die sonst ja für drei Bundesländer zu zahlen hätten.

Die 100 Millionen Euro jährlich, die vom Bund für das Ticketmodell für die Mitfinanzierung der regionalen Teile zur Verfügung gestellt wurden, kritisierte indes Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) im Mittagsjournal als zu gering. Man brauche ein Vielfaches davon, so Schleritzko, damit man nicht in einigen Jahren auf der Finanzierung „sitzen bleibt“.

Nur noch VOR-Länder fehlen

Die Pläne zum „1-2-3-Ticket“ halten inzwischen bei sechs Bundesländern, die einen „Umsetzungsvertrag“ unterzeichnet haben. Somit fehlen nur noch die drei Länder des VOR. Sowohl der niederösterreichische Mobilitätslandesrat als auch VOR-Geschäftsführerin Zipperer hielten Gewessler vor, dass diese mit der Ostregion als größtem Partner des Projekts zuletzt Verhandlungen aufgenommen habe.

Die Verkehrsministerin wies diese Vorwürfe im Mittagsjournal zurück. „Wir haben mit allen Verbünden von Anfang an das Gespräch gesucht“, und es habe eine Reihe von Terminen gegeben. Gegenüber der Forderung, alle Varianten von „1-2-3“ gleichzeitig einzuführen, hob Gewessler die drei Stufen des Tickets hervor, die bis zum Ende der Legislaturperiode abgeschlossen sein sollten.

red, ORF.at/Agenturen

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